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A

Ablöse

Bei dem Wechsel des Mieters können bestimmte Gegenstände (beispielsweise eine Einbauküche) des Vormieters in der Wohnung belassen und von dem Nachmieter übernommen werden. Der Nachmieter zahlt dafür an den Vormieter eine angemessene Ablöse bzw. eine Abstandszahlung.

Abmahnung

Eine Abmahnung ist eine mündliche oder schriftliche Erklärung des Vermieters oder des Mieters. Mit der Abmahnung wird der Mieter oder Vermieter aufgefordert, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen.

Abnahmeprotokoll

Siehe: Wohnungsübergabeprotokoll. 

Abnutzung

Der Zustand einer Wohnung verschlechtert sich im Laufe der Jahre trotz sorgsamen Umgangs durch eine normale Abnutzung. Die normale Abnutzung ist mit den Mietzahlungen abgegolten.

Abwesenheit des Mieters

Siehe: Obhutspflicht.

Anfechtung des Mietvertrags

In einigen Fällen ist eine Anfechtung des Mietvertrags möglich. Ein Mietvertrag kann von einem Mieter oder einem Vermieter beispielsweise wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung angefochten werden. Ein Beispiel für eine Anfechtung kann sein, dass der Vermieter schwerwiegende Mängel der Mietsache verschweigt oder der Mieter nachweislich falsche Auskünfte über sich abgibt.

Anzeigepflicht

Der Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter in der Wohnung auftretende Schäden unverzüglich anzuzeigen. Die gilt insbesondere für die Schäden, wenn Folgeschäden zu befürchten sind.

Aufrechnung

Der Mieter kann eine berechtigte Geldforderung gegenüber dem Vermieter mit der Miete aufrechnen bzw. diese zurückbehalten. Ein Grund kann hierfür eine Mietminderung wegen Mängeln der Mietsache oder auch wegen überzahlter Miete sein.

B

Baulärm

Ursachen für eine Ruhe- bzw. Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mietshaus hinzunehmen. Wenn die Lärmbelästigung jedoch unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

Besenrein

Wenn die Wohnung bei Beendigung des Mietverhältnisses besenrein zurückzugeben werden muss, ist der Mieter zur Beseitigung von grober Verschmutzung verpflichtet. Die Wohnung muss leer geräumt sein und in einem ordentlichen und sauberen Zustand verlassen werden.

Besuchsrecht

Mieter haben in ihrer Wohnung das Hausrecht und dürfen in ihrer Wohnung so oft und von wem Besuch empfangen, wie sie wollen. Der Vermieter darf das Besuchsrecht auch nicht einschränken. Es ist jedoch zwischen Besuchsrecht und Untermiete zu unterscheiden.

Besuchsrecht des Vermieters

Der Vermieter hat ein sogenanntes Besuchsrecht (auch Besichtigungsrecht genannt) für die von ihm vermietete Wohnung. Der Besuch des Vermieters muss rechtzeitig angekündigt und mit dem Mieter abgestimmt werden. Vermieter machen häufig von ihrem Besuchsrecht gebrauch, wenn die Wohnung neu vermietet oder verkauft werden soll.

Betriebskosten

Die Betriebskosten, wie beispielsweise Grundsteuer und Haftpflichtversicherungen, sind Kosten, die beim Eigentümer als Lasten des Grundstücks anfallen und stellen einen Teil der Bewirtschaftungskosten einer Immobilie dar. Es werden umlagefähige Betriebskosten von den nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten unterschieden. Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist falsch! Erst prüfen – dann zahlen! Es ist daher empfehlenswert, sich von einem spezialisierten und kompetenten Fachanwalt beraten und vertreten zu lassen.

Bewirtschaftungskosten

Die Bewirtschaftungskosten (BewK) sind die Kosten für die laufende Bewirtschaftung einer Immobilie. Hierzu zählen beispielsweise die Betriebskosten, die Instandhaltungskosten und Verwaltungskosten. Die Bewirtschaftungskosten können teilweise auf den Mieter umgelegt werden. Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist falsch! Erst prüfen – dann zahlen! Es ist daher empfehlenswert, sich von einem spezialisierten und kompetenten Fachanwalt beraten und vertreten zu lassen.

Bruttokaltmiete

Die Bruttokaltmiete wird im Mietvertrag vertraglich festgelegt und zählt zu den Vereinbarungen über die Nebenkosten. Eine Bruttokaltmiete besteht aus der Nettokaltmiete (Grundmiete ohne Betriebskosten) zuzüglich der kalten Betriebskosten. Hierzu zählen alle Betriebskosten der Betriebskostenverordnung, die nicht nach Verbrauch abgerechnet werden müssen, wie beispielsweise die Treppenhausbeleuchtung, die Straßenreinigung und die Müllabfuhr. Die Heizkosten werden gesondert berechnet.

Bruttomiete

Die Bruttomiete (auch Inklusivmiete) beinhaltet alle Nebenkosten für ein gemietetes Objekt. Mit der Miete werden alle Nebenkosten direkt mitgezahlt und es entstehen keine weiteren Kosten mehr.

Büro in der Wohnung

Die gewerbliche Nutzung einer Wohnung (Büro in der Wohnung) in einem geringen Ausmaß ist grundsätzlich erlaubt, wenn es sich beispielsweise um die Einrichtung eines Arbeitszimmers handelt. Wenn die gewerbliche Nutzung jedoch ein bestimmtes Maß überschreitet und z.B. auch Behinderungen für andere Mieter entstehen, so kann der Vermieter die gewerbliche Nutzung untersagen.

E

Eigenbedarf

Ein Vermieter kann seinem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen. Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs muss vom Vermieter ordentlich begründet werden und ist an bestimmte Vorrausetzungen gebunden.

F

Fachanwalt

Fachanwalt ist ein Titel, der in Deutschland einem Rechtsanwalt verliehen werden kann, der über besondere Qualifikationen verfügt. Es darf nicht jeder Rechtsanwalt eine Fachanwaltsbezeichnung führen. Der Fachanwaltstitel ist ein besonders wichtiger Qualitätsstandard. Rechtsanwälte, die diesen Titel führen, unterziehen sich einer zusätzlichen Berufsfortbildung und müssen besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf dem jeweiligen Fachgebiet der für sie zuständigen Rechtsanwaltskammer nachweisen.

Feiern

Ursachen für eine Ruhe- bzw. Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mietshaus hinzunehmen. Wenn die Lärmbelästigung jedoch unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

Feuchtigkeit in der Wohnung

Siehe: Schimmel. 

Feuchtigkeitsschaden

Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung und insbesondere in Schlafräumen kann gesundheitsgefährdend sein und ist ein ernstzunehmender Mietmangel. Schimmel sollte daher so schnell wie möglich beseitigt werden. Hauptursächlich ist Feuchtigkeit für das Auftreten des Schimmelpilzes verantwortlich. Wer hat den Schaden verursacht? Liegt ein Baumangel vor? Oder hat der Mieter durch falsches Wohnverhalten die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel zu verantworten?

Fristlose Kündigung

Siehe:  Kündigung, fristlos  

G

Garage

In einer Garage kann der Mieter alles das tun, was zu einem vertragsgemäßen Gebrauch, d.h. die Nutzung als Garage, gehört. Hierzu gehören insbesondere das Abstellen des Autos, von Motorrädern, Fahrrädern und Reifen.

Gerichtsgutachter

Siehe: Sachverständiger. 

Gerichtssachverständiger

Ein Sachverständiger ist eine natürliche Person, die eine besondere Sachkunde und eine überdurchschnittliche fachliche Expertise auf einem gewissen Gebiet vorweisen kann. Das Gericht kann zur Erörterung der Sachfragen einen Sachverständigen zur Beantwortung befragen, der den gerichtlichen Entscheidungsprozess unterstützt.

Geruchsbelästigung

Wenn von der Wohnung eines Mieters eine starke Geruchsbelästigung ausgeht, so liegt eine Verletzung der Pflichten des Mietvertrages vor. Wenn die Geruchsbelästigung unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

Gewerbliche Nutzung der Wohnung

Die gewerbliche Nutzung einer Wohnung in einem geringen Ausmaß ist grundsätzlich erlaubt, wenn es sich beispielsweise um die Einrichtung eines Arbeitszimmers handelt. Wenn die gewerbliche Nutzung jedoch ein bestimmtes Maß überschreitet und z.B. auch Behinderungen für andere Mieter entstehen, so kann der Vermieter die gewerbliche Nutzung untersagen.

H

Hausfriedensbruch

Der Hausfriedensbruch ist eine Verletzung des Hausrechts. Der Mieter einer Wohnung hat das alleinige Hausrecht über die Wohnung und kann selbst entscheiden, welchen Personen er Zutritt gewährt und welchen Personen der Zutritt verweigert wird. Das Hausrecht wird verletzt, wenn jemand ohne Zustimmung in die Wohnung eindringt, in ihr verweilt oder sich heimlich Zutritt verschafft.

Hausordnung

Die Hausordnung regelt das Verhältnis der Mieter untereinander und ist normalerweise Bestandteil des Mietvertrages. Die Hausordnung ist für alle Mieter verbindlich und soll den Hausfrieden garantieren sowie über die Pflichten der Mieter informieren. Hierzu zählen beispielsweise einzuhaltende Ruhezeiten sowie Reinigungspflichten.

Hausrecht

Das Hausrecht umfasst die Befugnis frei darüber zu entscheiden, wem der Zutritt zu einer Wohnung gestattet und wem er verwehrt wird. Der Mieter einer Wohnung hat das alleinige Hausrecht über die Wohnung und kann selbst entscheiden, welchen Personen er Zutritt gewährt und welchen Personen der Zutritt verweigert wird. Das Hausrecht kann auch gegenüber dem Vermieter durchgesetzt werden.

Haustiere

Hunde und Katzen gelten nicht als Kleintiere. Der Mietvertrag und die Hausordnung regeln die Haustierhaltung.

Haustierhaltung

Siehe: Haustiere.

Heizen

Siehe: Heizpflicht des Mieters.

Heizperiode

Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Heizung ganzjährig zu betreiben. In vielen Mietverträgen ist eine so genannte Heizperiode vereinbart, in der ein Vermieter in der dort bezeichneten Zeit auf jeden Fall heizen muss, so dass eine bestimmte Mindesttemperatur erreicht werden kann. Eine Heizperiode im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April ist hier sehr üblich.

Heizpflicht des Mieters

Der Mieter ist grundsätzlich nicht zum Heizen der Wohnung verpflichtet. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass durch eine extreme Unterkühlung der Wohnung keine Frostschäden oder Schäden durch Schimmel oder Feuchtigkeit entstehen.

Heizpflicht des Vermieters

Der Vermieter ist dazu verpflichtet, die Beheizbarkeit der Wohnung insbesondre in den Wintermonaten bis zu einem gewissen Grad zu gewährleisten.

Hunde

Siehe: Haustiere.

I

Indexmiete

Vermieter und Mieter können einen Indexmietvertrag vereinbaren, nach dem die Miete in bestimmten Zeitabschnitten entsprechend der Lebenshaltungskosten (allgemeine Teuerungsrate) steigt oder sinkt. Maßgeblich ist hierfür der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex.

K

Kaltmiete

In der Kaltmiete sind keine Nebenkosten enthalten. Zusätzlich zur Kaltmiete muss der Mieter eine Nebenkostenvorauszahlung leisten.

Katzen

Hunde und Katzen gelten nicht als Kleintiere. Der Mietvertrag und die Hausordnung regeln die Haustierhaltung.

Kaution

Vermieter können bei einer Neuvermietung vom Mieter eine Kaution (Mietsicherheit) verlangen, die dem Vermieter als Sicherheit gegen Mietausfälle dient.

Kinderlärm

Siehe: Lärmbelästigung.

Klavier spielen

Siehe: Lärmbelästigung.

Konkludenter Mietvertrag

Siehe: Konkludentes Handeln.

Konkludentes Handeln

Konkludentes Handeln (stillschweigende Willenserklärung) liegt vor, wenn ein Mieter bzw. Vermieter seinen Willen stillschweigend zum Ausdruck bringt und der Vermieter bzw. Mieter daraus auf einen Rechtsbindungswillen schließen kann. Dadurch kann ein Vertrag auch ohne ausdrückliche bzw. schriftliche Willenserklärung zustande kommen.  

Kostenmiete

Die Kostenmiete bezeichnet die Mietzahlung, die zur Deckung der laufenden Aufwendungen einer Immobilie unter Berücksichtigung der tatsächlichen Finanzierungskosten erforderlich ist. Die Kostenmiete wird für gewöhnlich im „sozialen Wohnungsbau“ angesetzt und ist wesentlich niedriger als Mieten, die auf dem freien Mietmarkt erzielbar wären.

Kündigung wegen Eigenbedarf

Ein Vermieter kann seinem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen. Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs muss vom Vermieter ordentlich begründet werden und ist an bestimmte Vorrausetzungen gebunden.

Kündigung, fristlos

Sowohl Mieter als auch Vermieter können ein Mietverhältnis fristlos aus wichtigem Grund kündigen. Die fristlose Kündigung muss begründet werden und setzt voraus, dass die Fortsetzung des Mietvertrages „unzumutbar“ ist.

Kündigung, fristlos durch den Mieter

Eine Fristlose Kündigung durch den Mieter kann beispielsweise bei schweren Pflichtverletzungen ausgesprochen werden, wenn das Mietverhältnis unzumutbar ist. Gründe hierfür können beispielsweise sein, dass der Mieter die Wohnung nicht nutzen kann, weil die Gesundheit (bspw. durch Schimmel) gefährdet ist oder der Vermieter den Mieter bedroht oder beleidigt.

Kündigung, fristlos durch den Vermieter

Eine fristlose Kündigung durch den Vermieter kann beispielsweise bei schweren Pflichtverletzungen ausgesprochen werden, wenn der Mieter die Miete nicht zahlt, die Mietsache vertragswidrig benutzt oder sich nicht an die Hausordnung hält.

L

Lärm

Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mehrparteien-Mietshaus hinzunehmen. Ursachen für eine Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Mieter sind jedoch in Ruhezeiten dazu verpflichtet, ruhestörenden Lärm zu unterlassen. Die Ruhezeiten sind gewöhnlich in der Hausordnung geregelt.

Lärmbelästigung

Ursachen für eine Ruhe- bzw. Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mietshaus hinzunehmen. Wenn die Lärmbelästigung jedoch unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

Lüften

Der Mieter einer Wohnung ist grundsätzlich dazu verpflichtet, die Wohnung richtig zu heizen und zu lüften. Bei Unterlassung kann er für einen Schimmelschaden verantwortlich gemacht werden. Siehe auch: Heizpflicht des Mieters.

M

Mangelanzeige

Der Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter in der Wohnung auftretende Schäden unverzüglich anzuzeigen. Die gilt insbesondere für die Schäden, wenn Folgeschäden zu befürchten sind.

Mietbürgschaft

Bei einer Mietbürgschaft bzw. Ausfallbürgschaft verbürgt sich ein Dritter (beispielsweise ein Kreditinstitut), für die Erfüllung der Verpflichtungen des Mieters aus einem Mietvertrag einzustehen. Eine Bürgschaft schafft Vertrauen und Sicherheit beim Vermieter, denn dieser kann sich im Zweifelsfall sofort an den Bürgen wenden.

Miete

Die Miete ist regelmäßig vom Mieter an den Vermieter für die Gebrauchsüberlassung einer Wohnung zu zahlen. Die Miete ist üblicherweise am dritten Werktag des Monats im Voraus zu entrichten, es können aber auch davon abweichende Vereinbarungen im Mietvertrag festgelegt werden.

Mietkaution

Vermieter können bei einer Neuvermietung vom Mieter eine Kaution (Mietsicherheit) verlangen, die dem Vermieter als Sicherheit gegen Mietausfälle dient.

Mietsicherheit

Vermieter können bei einer Neuvermietung vom Mieter eine Kaution (Mietsicherheit) verlangen, die dem Vermieter als Sicherheit gegen Mietausfälle dient.

Mietspiegel

Der Mietspiegel ist eine Übersicht über eine ortsübliche Vergleichsmiete einer Wohnung und dient als Argument für die Miethöhe und auch Mieterhöhungen. Der Mietspiegel wird von Städten bzw. Gemeinden ermittelt und zeigt üblicherweise eine Preisspanne auf, die sich an der Lage, der Größe, des Baujahrs und der Ausstattung der Wohnung orientiert.

Mietvertrag anfechten

Siehe: Anfechtung des Mietvertrags.

Musik

Siehe: Lärmbelästigung.

Musizieren

Siehe: Lärmbelästigung.

N

Nachtabsenkung

Die Nachtabsenkung bezeichnet die Abnahme einer Tagessolltemperatur auf eine niedrigere Solltemperatur in der Nacht und hat im Rahmen der Energieeinsparung an Bedeutung gewonnen. Der Vermieter muss nicht 24 Stunden am Tag eine „normale“ Mindesttemperatur garantieren. Nachts reichen nach der Nachtabsenkung auch geringere Temperaturen aus.

Nebenkosten

Die Nebenkosten, wie beispielsweise Heizung und Wasser, sind grundsätzlich die Kosten, die neben einer Miete bzw. Hauptlast entstehen, um ein Objekt zu bewirtschaften. Im Mietrecht werden nach der Betriebskostenverordnung die umlagefähigen Betriebskosten von den nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten unterschieden. Es können nur Betriebskosten entsprechend der Betriebskostenverordnung auf den Mieter umgelegt werden, wenn dies zwischen den Parteien im Mietvertrag vereinbart ist. Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist falsch! Erst prüfen – dann zahlen! Es ist daher empfehlenswert, sich von einem spezialisierten und kompetenten Fachanwalt beraten und vertreten zu lassen.

Nettokaltmiete

Die Nettokaltmiete beinhaltet die Miete ohne jegliche Nebenkosten. Grundsätzlich wird vom Vermieter zusätzlich noch eine Nebenkostenvorauszahlung (bspw. für Heizung und Warmwasser) verlangt. Die Nettokaltmiete ist die Basis für den Mietspiegel.

O

Obhutspflicht

Der Mieter muss die Wohnung pfleglich behandeln und dafür sorgen, dass alle voraussehbaren Schäden in der Wohnung, wie z.B. Frostschäden im Winter wegen fehlender Beheizung, verhindert werden. Diese Obhutspflicht muss der Mieter während der gesamten Dauer des Mietverhältnisses erfüllen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Wohnung beispielsweise nur vorübergehend oder zum Ende des Mietverhältnisses gar nicht mehr genutzt wird. Siehe: auch Verkehrssicherungspflicht.

P

Pacht

Die Pacht ist die Gebrauchsüberlassung eines Gegenstandes auf Zeit gegen Entgelt mit der Möglichkeit der Fruchtziehung. Die Frucht ist ein Erzeugnis oder ein Ertrag einer Sache. Die Pacht ist von der Miete zu unterscheiden, weil diese eine Gebrauchsüberlassung einer Sache auf Zeit gegen Entgelt ohne die Möglichkeit hauptsächlicher Fruchtziehung ist. Miet- und Pachtverträge sind sich dem Grunde nach sehr ähnlich. Einem Pächter steht jedoch zusätzlich zum Gebrauch der Sache auch noch die Schöpfung des Ertrages, d.h. der Gewinn durch den Gebrauch, zu.

Party

Ursachen für eine Ruhe- bzw. Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mietshaus hinzunehmen. Wenn die Lärmbelästigung jedoch unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

PKH

Siehe: Prozesskostenhilfe.

Prozesskostenhilfe

Die Prozesskostenhilfe (PKH) unterstützt einkommensschwache Personen zur Durchführung von Gerichtsverfahren. Wenn ein Mieter oder eine Partei nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten und die gegebenenfalls erforderlichen eigenen Anwaltskosten für den Prozess aufzubringen, kann die Prozesskostenhilfe (PKH) auf Staatskosten gewährt werden. Einen Antrag auf Prozesskostenhilfe finden Sie unter „Service“ auf unserer Webseite.

R

Räumung

Die Räumung (Zwangsräumung) einer Wohnung ist eine im Rahmen der Räumungsklage erfolgende Maßnahme der Zwangsvollstreckung. Eine Zwangsräumung wird vom Gerichtsvollzieher auf Antrag eines Vermieters (Gläubigers) bewirkt, wenn der Mieter (Schuldner) die Wohnung nicht freiwillig räumt.

Räumungsklage

Für einen Vermieter ist eine Räumungsklage beim zuständigen Amtsgericht das letzte Mittel, um den gekündigten Mieter (oder dessen Hinterlassenschaften) aus der Wohnung zu bekommen. Mit einem vollstreckbaren Räumungstitel kann der Vermieter letztlich die Wohnung durch einen Gerichtsvollzieher räumen lassen.

Rechtsanwalt

Der Begriff "Rechtsanwalt" ist eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Rechtsanwälte haben die Aufgabe, ihrem Auftraggeber mit rechtsstaatlichen Mitteln durch Beratung oder Vertretung zu seinem Recht zu verhelfen.

Ruhestörung

Ursachen für eine Ruhe- bzw. Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mietshaus hinzunehmen. Wenn die Lärmbelästigung jedoch unzumutbar ist, haben Mieter bzw. Vermieter das Recht auf Unterlassung gegen den Störer. Eine Minderung des Mietzinses bzw. eine fristlose Kündigung des Störers können eine weitere Folge sein.

Ruhezeiten

Normale Wohngeräusche anderer Mieter sind in einem Mehrparteien-Mietshaus hinzunehmen. Mieter sind jedoch in Ruhezeiten dazu verpflichtet, ruhestörenden Lärm zu unterlassen. Die Ruhezeiten sind gewöhnlich in der Hausordnung geregelt.

S

Sachverständiger

Ein Sachverständiger ist eine natürliche Person, die eine besondere Sachkunde und eine überdurchschnittliche fachliche Expertise auf einem gewissen Gebiet vorweisen kann. Das Gericht kann zur Erörterung der Sachfragen einen Sachverständigen zur Beantwortung befragen, der den gerichtlichen Entscheidungsprozess unterstützt.

Schimmel

Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung und insbesondere in Schlafräumen kann gesundheitsgefährdend sein und ist ein ernstzunehmender Mietmangel. Schimmel sollte daher so schnell wie möglich beseitigt werden. Hauptursächlich ist Feuchtigkeit für das Auftreten des Schimmelpilzes verantwortlich. Wer hat den Schaden verursacht? Liegt ein Baumangel vor? Oder hat der Mieter durch falsches Wohnverhalten die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel zu verantworten?

Schnee

Siehe: Winterdienst.

Schriftform

Ein Mietvertrag sollte in Schriftform abgeschlossen werden, um spätere Nachteile für den Mieter oder Vermieter durch Unklarheiten zu vermeiden. Insbesondere die Kündigung einer Wohnung bedarf der Schriftform.

Staffelmiete

Die Staffelmiete ist eine Form der Miete, bei der im Mietvertrag schon im Voraus festgelegt wird, in welchem Umfang sich die Miete zu bestimmten Zeitpunkten erhöht.

Stillschweigende Willenserklärung

Konkludentes Handeln (stillschweigende Willenserklärung) liegt vor, wenn ein Mieter bzw. Vermieter seinen Willen stillschweigend zum Ausdruck bringt und der Vermieter bzw. Mieter daraus auf einen Rechtsbindungswillen schließen kann. Dadurch kann ein Vertrag auch ohne ausdrückliche bzw. schriftliche Willenserklärung zustande kommen.

T

Teilkündigung

Eine Teilkündigung ist eine Sonderform der Kündigung von Mietverträgen, bei der nur einzelne Bestandteile des Mietvertrages gekündigt werden.

Ü

Übergabe

Die Übergabe einer Wohnung bzw. einer Sache beschreibt den Wechsel im Besitz vom bisherigen an den neuen Besitzer.

Übergabeprotokoll der Mietwohnung

Das Wohnungsübergabeprotokoll (Übergabeprotokoll der Mietwohnung) ist eine schriftliche Niederlegung über den Zustand eines Mietobjekts bei der Übergabe an den Mieter zum Einzug bzw. an den Vermieter zum Auszug.

V

Verkehrssicherungspflicht

Ein Mieter oder Vermieter, der eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, hat auch die Pflicht, alle notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um Schäden anderer zu verhindern. Siehe: auch Obhutspflicht des Mieters und Winterdienst.

Vermieterpfandrecht

Wenn ein Mieter die Miete schuldig ist oder wenn sonstige Forderungen bestehen, so hat der Vermieter ein Pfandrecht an bestimmten Gegenständen in der Wohnung des Mieters.

W

Winterdienst

Der Winterdienst bezeichnet die Erhaltung der Verkehrssicherheit auf Straßen, Plätzen und Wegen bei Behinderungen durch Schnee oder Eis und dient der Unfallvorsorge und Gewährleistung der sicheren Befahr- und Begehbarkeit im Winter. Grundsätzlich ist der Eigentümer bzw. der Vermieter des Hausgrundstücks dazu verpflichtet, den Räum- und Streudienst im Winter zu organisieren. Im Mietvertrag bzw. in der Hausordnung ist geregelt, ob der Mieter oder der Vermieter für die Durchführung des Winterdienstes verantwortlich ist.

Wohnberechtigungsschein

Der Wohnberechtigungsschein ist eine amtliche Bescheinigung, mit dem ein Mieter nachweisen kann, dass er dazu berechtigt ist, eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung („Sozialwohnung“) zu beziehen.

Wohnfläche

Die Wohnfläche benennt die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Die Wohnfläche wird nach der Wohnflächenverordnung berechnet.

Wohnungsbesuch

Mieter haben in ihrer Wohnung das Hausrecht und dürfen in ihrer Wohnung so oft und von wem Besuch empfangen, wie sie wollen. Der Vermieter darf das Besuchsrecht auch nicht einschränken. Es ist jedoch zwischen Besuchsrecht und Untermiete zu unterscheiden.

Wohnungsübergabeprotokoll

Das Wohnungsübergabeprotokoll (Übergabeprotokoll der Mietwohnung) ist eine schriftliche Niederlegung über den Zustand eines Mietobjekts bei der Übergabe an den Mieter zum Einzug bzw. an den Vermieter zum Auszug.

Z

Zimmerlautstärke

Die Zimmerlautstärke ist eine Lautstärke, die in den angrenzenden Wohnungen nur geringfügig zu hören ist. Ursachen für eine Lärmstörung können sein: Trittschall, Kinder, Haustiere, Musizieren, Feiern, Partys, Radio, TV und Baulärm. Das Maß der Zimmerlautstärke wird überschritten, wenn die Lautstärke der Geräusche über ein gewisses Maß hinausgeht und nicht mehr als normale Wohngeräusche in die Nachbarwohnung dringt.

Zwangsräumung

Die Räumung (Zwangsräumung) einer Wohnung ist eine im Rahmen der Räumungsklage erfolgende Maßnahme der Zwangsvollstreckung. Eine Zwangsräumung wird vom Gerichtsvollzieher auf Antrag eines Vermieters (Gläubigers) bewirkt, wenn der Mieter (Schuldner) die Wohnung nicht freiwillig räumt.